Klinik für Hautkrankheiten

Hautphysiologisches Labor 

 

Laborleiterin: OÄ Dr. Sibylle Schliemann 
Oberärztin
Tel. 03641-937311
 
Mitarbeiter:

MTA: Frau Nadja Siering
Tel. 03641-937440, 937399

   

Wie funktioniert die gesunde Haut? Wie wirken Arzneimittel und Kosmetika auf der Haut? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in der Arbeitsgruppe Hautphysiologie. Im Zentrum unseres Interesses stehen dabei umweltbedingte Hautschäden und ihre Prävention. Das irritative Kontaktekzem, hervorgerufen durch unspezifische Schadstoffeinwirkungen auf der Haut, ist ein Beispiel für eine häufige, sozioökonomisch hochrelevante Umweltdermatose. Wir erforschen die Entstehung des irritativen Kontaktekzems, die Schadstoffeinwirkungen auf die Haut, ihre Interaktionen und präventive Maßnahmen an Krankheitsmodellen. Dabei werden bei hautgesunden Versuchspersonen auf kleinen Testfeldern Hautveränderungen induziert, die mittels nicht-invasiver Messverfahren mit hoher Sensitivität objektiv erfasst werden können. Wir setzen dazu "Bioengineering-Instruments" ein, die Hautfunktionen, wie den transepidermalen Wasserverlust oder die Hautdurchblutung, erfassen oder eine Quantifizierung von Hautstrukturen (Oberflächenmuster, Hautdicke) erlauben. Für die Untersuchungen stehen hautgesunde Probanden verschiedenen Hauttyps und Freiwillige mit Hauterkrankungen (z.B. Akne, Neurodermitis, Psoriasis und anderen Erkrankungen) zur Verfügung. Alle unsere Untersuchungen an Menschen führen wir nach der "Good Clinical Practice" (GCP) in unserem klimatisierten Labor unter konstanten Umweltbedingungen und nach Konsultation der Ethikkommission durch. Die Studien sind randomisiert, die Auswertung erfolgt mit einem ausführlichen Prüfprotokoll, verschiedenen statistischen Testverfahren und einer Photodokumentation.

Seit 1998 müssen nach neuen EU-Richtlinien Wirksamkeit und Verträglichkeit kosmetischer Produkte nachgewiesen und dokumentiert werden.  Wir helfen Ihnen in der Bewertung und Entwicklung dermatologischer und kosmetologischer Externa.  Unser Labor ist Bestandteil der Universitäts-Hautklinik mit einem breiten Spektrum an dermatologischen Erkrankungen und einem großen Patienten- und Probandenpool für spezifische Fragestellungen.        

 

Zu unseren Leistungen gehören:

  • Erstellen des optimalen Studiendesigns
  • Ethikantrag
  • optimale Durchführung nach Standard Operating Procedures (SOP)
  • Dokumentation und Auswertung der Studien mit Abschlussbericht
  • Publikation innovativer Ergebnisse in wissenschaftlichen Fachzeitschriften

 

Untersuchungsmethoden:

  • Barrierefunktion der Haut: Transepidermaler Wasserverlust (Tewameter®)
  • Hautfeuchtigkeit: Elektrische Kapazität (Corneometer®)
  • Hautfarbe: Spektrale Farbmessung im L*a*b*-System, Erythem- und Melaninindices (Chromameter®/Mexameter®)
  • Hautelastizität: Optische Messung unter Sog (Cutometer®)
  • Hautdurchblutung: Laser-Doppler Imager
  • Fettgehalt: Fettfleckphotometrie (Sebumeter®)
  • pH-Wert: Kombinierte Flachelektrode (Skin-pH-meter®)
  • Feuchtigkeitsspendende und okklusive Effekte: Hautmembranmodell
  • Verträglichkeit: Patchtest, Duhring-Kammer-Test, Anwendungsbeobachtungen
  • Histologische, immunhistologische und elektronenmikroskopische Untersuchungen

 

Schwerpunkte:

  • Prüfung der Hautverträglichkeit von Pharmaka und Kosmetika in verschiedenen Modellen (akuter und kumulativer Irritationstest, Waschtest, Handimmersionstest)
  • Untersuchung des Hautirritationspotentials, u.a. von Reinigungsmitteln, Lösungsmitteln, Arbeitsstoffen
  • Prüfung der Wirksamkeit von Pharmaka und Kosmetika an Testmodellen, beispielsweise:
    • Blanching-Test
    • UV-Erythem-Hemmtest
    • Kumulativ-irritativer Kontaktekzem-Hemmtest
    • Allergischer Kontaktekzem-Hemmtest
    • Psoriasis-Plaque-Test
    • Prüfung der perkutanen Penetration (klinische Prüfung, Mikrodialyse)
  • Entwicklung neuer Testverfahren für Pharmaka und Kosmetika
  • Ermittlung der allergologischen Verträglichkeit
  • Effektivität von Hautschutzmitteln (Fluoreszenz-Methode)
  • Untersuchung der Hautalterung
  • Wirkungen und Nebenwirkungen von Kortikosteroiden (Beeinflussung der entzündlichen Reaktion, Hautatrophie, Durchblutung)
  • Wirkungen von wIRA (wassergefiltertem Infrarotlicht)
  • Beeinflussung der Penetration von Kortikosteroiden, Antiphlogistika, antivirale Wirkung von wIRA
  • Wirkung von Aknetherapeutika und Narbensalben





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